Im Frischen und Kurischen Haff sowie auf der Ostsee wird Fischfang betrieben.
Im Samland wurde mit Holz gehandelt.
In einem Tagebau in Palmnicken wird Bernstein abgebaut. Ursprung dieses später großräumigen Tagebaus war die Gewinnung von Bernstein im benachbarten Großhubnicken. Bekannt sind zwei Abteufungen, davon eine bis auf 35 m, die bergmännisch mit Kanthölzern und Planken abgesichert wurden. Gleichzeitig wurde der Bernstein gefischt und am Strand gesammelt. Da der Staat das Bernsteinmonopol besaß, ritten Aufseher (Strandreuter) am Strand entlang, um das unkontrollierte Fischen oder Sammeln zu unterbinden. 1837 erhielten die Bewohner strandnaher Orte das Recht zuerkannt, Pächter der Bernsteingewinnung zu werden. 1899 schließlich übernahm der Staat selbst die Gewinnung von Bernstein. 2002 wurde die Bernsteinförderung wegen technischer Mängel an der Ausrüstung vorübergehend eingestellt.
In Fischhausen gab es eine Ziegelei, 2 Mühlen, Sägewerke, eine Brauerei, Getreidehandel und die An- und Verkaufsgenossenschaft e. G. m. b. H., in Pillau Schiffbau, Bernsteindrechslerei, Segelmacherei und Kaviarbereitung. Die Wassermühle Rauschen bestand schon vor 1583 bis 1946. Sie hatte 3 Mahlgänge. Das Warmbad existiert seit 1908. In Tapiau gab es eine Obstweinfabrik, eine Biskuitfabrik, eine Zuckerfabrik, Dampfschneidemühlen, Mahlmühlen, Brauereien, Schifffahrtsbetriebe sowie Handelsunternehmen für Massengüter, Butter und Käse. In Posselau (Aleksandrovka) gab es eine Dampfmolkerei. 1912 wurde in Kaspershöfen (Doroznoe) eine Molkerei erbaut, die aber erst 1927 in Betrieb ging. In Labiau gab es Dampfsägemühlen, eine Bierbrauerei und Betriebe, die in der Schifffahrt und dem Fischhandel tätig waren.
1925 wurde bei Georgenswalde durch die Vereinigung Samländischer Küstenschutz mit dem Bau von Buhnen begonnen, um die Erosion der Steilküste durch die Ostsee zu mindern. Die meisten Buhnen sind inzwischen verfallen.
An der Beek-Mündung des Kurischen Haffs bei Cranz soll ein Freilichtmuseum errichtet werden, das Einblick in das Leben der Angehörigen des prussischen Stamms der Samländer geben soll, indem ihre Bauten nachgebaut und ihre handwerklichen Fertigkeiten vermittelt werden sollen. Auf der Haffinsel Schwendlund soll ein Heiligtum der Prussen nachgestaltet werden. In das Projekt, das in der ersten Ausbauphase 40.000 € kosten soll, ist im Rahmen des von der EU geförderten Lagormar-Netzwerks die Universität Greifswald eingebunden.
Es existiert ein Projekt, den Cranzer Hafen zu einer modernen Marina umzugestalten. Angedacht ist auch, ein altes Hafenbecken Pillaus aus deutscher Zeit zu einer Marina umzubauen.
Der Baukonzern Konti Moskau plant, an der Bernsteinküste eine moderne Strandlandschaft zu errichten mit Nobelhotels, Wasserparks und Luxuswohnungen.
Die Gesellschaft Terra Direction plant, bis 2014 an der Küste zwischen Neukuhren und Cranz ein Projekt zu realisieren, das den Bau von Einfamilienhäusern, Villen, Hotels, Gaststätten, Pensionen, Handels- und Vergnügungseinrichtungen, Konzertsälen, Sporthallen, Fitnesszentren, Yachthäfen, Kindergärten und Kliniken vorsieht. Der Investitionsumfang beträgt über 366 Mio Euro.
In Cranz wird Mineralwasser abgefüllt.
Neuhausen ist der Standort einer Erdölraffinerie. Im Bezirk Neuhausen liegt eine Geflügelgroßfarm, es gibt Betriebe der Bauwirtschaft und dort wird auch ein Heizkraftwerk für Königsberg gebaut.
Im Bereich Peyse / Zimmerbude entwickelt sich zügig ein Industrie- und Hafenstandort.
In der Fleischfabrik Tapiau wird Schweinefleisch verarbeitet.