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Gesundheitswesen

1619 wurde in Tapiau ein Hospital eingerichtet. Während des Siebenjährigen Krieges richtete die russische Besatzungsmacht im Schloss Tapiau ein Lazarett für gefangene deutsche Soldaten ein. An gleicher Stelle wurde 1943 wieder ein Lazarett eingerichtet.

1812 richteten die Franzosen in der Kirche von Labiau ein Lazarett ein.

In Tapiau gab es ab 1873 ein kleines Kreiskrankenhaus (3 Gebäude, 55 Betten). Im August 1928 war eine Schwester dieses Krankenhauses Bazillenträgerin für Typhus, was zu 50 Krankheitsfällen führte. Ab 1898 wurde eine Heil- und Pflegeanstalt gebaut, die 1902 als Landespflegeanstalt und Irrenanstalt der Provinz Ostpreußen eröffnet wurde.

1895 / 1896 wurde das Kreiskrankenhaus Labiau gebaut, das 1919 / 1920 und 1929 mit Erweiterungsbauten versehen wurde.

1906 - 1914 wurde bei Lochstädt eine Seeheilstätte errichtet. Hier wurden an Tbk erkrankte Kinder durch die Wirkung von Wald- und Seeluft sowie Sonne geheilt, darunter auch solche mit offener Tbk. Die medizinische Leitung wechselte vom Johanniter-Orden auf das evangelische Krankenhaus der Barmherzigkeit Königsberg. Die Zahl der Patienten erhöhte sich von 80 auf 350. Nach der Zerstörung in Folge des 2. Weltkrieges wurde an dieser Stelle ein russisches Militärkrankenhaus erbaut.

In Pillau gab es ein deutsches Marinelazarett.

Im Sommer 1944 wurden wegen des Näherrückens der Front Königsberger Kliniken in die Pensionen "Vier Jahreszeiten" und "Samlandheim" nach Georgenswalde verlegt.

In Pillau gibt es ein Militärkrankenhaus, in Pillau und in Tapiau Krankenhäuser für Zivilisten.