Das Samland (russisch Semlandskij poluostrow) liegt auf der 75 km langen und etwa 30 km breiten ostpreußischen Halbinsel, die zwischen dem Frischen Haff (Kaliningradskij zaliv) und dem Kurischen Haff (Kursskij zaliv) in die Ostsee ragt. Diese hügelreiche Halbinsel ist der Rest des tertiären Samländischen Sockels, der mit einer 60 m hohen Steilküste zum Meer abfällt. Das Samland hat eine glatte Abrasionsküste. Zum Ende der letzten Eiszeit lag die Küstenlinie zum Beispiel im Bereich Georgenswalde (Otradnoe) noch 3 km vor der heutigen im Meer. Das Land vom Pillauer Tief bis zum Samländischen Sockel bei Fischhausen (Primorsk) ist im geologischen Sinn ein Teil der Frischen Nehrung (Baltijskaja kosa). Zwischen Pillau (Baltijsk) und Brüsterort (Kap Taran) liegt die Bernsteinküste. Die Nordküste ist durch zahlreiche landschaftlich reizvolle Schluchten gegliedert: Gausupschlucht, Wolfskessel, Detroitschlucht, Blaue Rinne, Götterhain, Elisenhöh, Erster Gedanke, Augenweide, Fuchsschlucht, Gebauershöh, Wolfsschlucht (heute leider Müllkippe), Königshöhe, Collisschlucht. Der Osten des Samlands ist flacher. Hier bildet der Pregel (Pregolja) die südliche und die Deime (Deima) die östliche Grenze des Samlands. Bei einer großzügigeren Grenzziehung in Anlehnung an die einstige Kreiseinteilung gehören auch einige Orte südlich des Pregels zum Samland. Die höchste Erhebung ist mit 110 m der Galtgarben im Alkgebirge.
Mit einer Fläche von annähernd 2.000 km² erreicht das Samland 80 Prozent der Größe des Bundeslandes Saarland.
Heute gehört das Samland zur russischen Enklave Königsberg (Kaliningradskaja oblast), die auf der Landseite allseits an Mitgliedsstaaten der Europäischen Union grenzt.