Bedeutende Orte
Städte
Seestadt Pillau
Pillau ist der Vorhafen von Königsberg. Es hatte zu Beginn des 20. Jahrhunderts über 8.000 Einwohner, 1939 12.379 und heute 33.400 Einwohner. Pillau wurde 1430 in einer Urkunde als Pilen erwähnt. 1479 führte ein schwerer Sturm zum Durchbruch der Frischen Nehrung. Nach einem weiteren schweren Sturm im Jahr 1510 entstand eine schiffbare Rinne, was die Entwicklung Pillaus zur Hafenstadt begünstigte. 1626 - 1635 wurde Pillau durch Schweden besetzt. Am 18. 1. 1725 erhielt Pillau das Stadtrecht (Magdeburger Recht). 1758 - 1762 wurde es durch Russland und während des Russland-Feldzugs Napoleons im Juni 1807 durch Frankreich besetzt. Am Ende des 2. Weltkrieges wurde die Stadt fast vollständig zerstört.
Tapiau
1265 wurde eine prußische Festung erobert und als Ordensburg ausgebaut. 1280 - 1290 wurde eine zweite größere von einem Wassergraben umschlossene Burg errichtet. Am 30. 4. 1689 wurde Tapiau Marktflecken. Am 6. 4. 1722 wurden Tapiau die Stadtrechte verliehen. Während der Kampfhandlungen am Ende des 2. Weltkrieges wurde Tapiau zu fast 20 Prozent zerstört. Die Stadt hatte 2006 13.552 Einwohner.
Labiau
1258 / 1259 wurde eine prußische Festung zu einer Ordensburg ausgebaut. Nachdem diese 1277 zerstört wurde, wurde sie im 14. Jahrhundert aus Stein erneuert. Am 28. 7. 1642 erhielt Labiau die Stadtrechte. 1918 wurde Labiau Kreisstadt. 1925 hatte Labiau 5.000 Einwohner, 1939 6.500 Einwohner. Während der Kampfhandlungen am Ende des 2. Weltkrieges wurde Labiau zu einem Drittel zerstört.
Fischhausen
Die Gründungsurkunde datiert vom 7. 4. 1299. Bis 1518 war Fischhausen Sitz der Bischöfe des Samlands. Später war Fischhausen bis 1939 Kreisstadt. Am 16. 4. 1945 wurde die Stadt fast vollständig zerstört.
Bäder
Rauschen
Rauschen wurde 1844 Kurort und Seebad (Rauschen-Düne, Svetlogorsk II). Das Wahrzeichen der Stadt ist seit vielen Jahrzehnten der 30 m hohe Wasser- und Aussichtsturm mit Sonnenuhr, heute zum Zentralen Kurhaus gehörend. In Rauschen findet man Villen im Jugendstil, Sanatorien und an der Strandpromenade die größte Sonnenuhr Europas aus Mosaik. Der Mühlenteich ist mit einer Promenade umsäumt. Hier sollen folkloristisch gestaltete Neubauten entstehen, jedoch nicht im landschaftstypischen Stil. Rauschen hat einen Kurpark, Strand und Ort werden durch einen Aufzug (früher mit einer Drahtseilbahn) verbunden.
Neukuhren
Ab 1837 entwickelte sich Neukuhren zum Badeort mit Villenkolonie und Kureinrichtungen. Das Seebad Neukuhren hatte 1890 etwa 160 Einwohner und 2006 11.761 Einwohner. 1946 erhielt es das Stadtrecht. Neukuhren besitzt einen Hafen der russischen Fischereiflotte.
Cranz
Das Königliche Seebad Cranz (ab 1816) war einst ein bekanntes Nobelseebad und zugleich Moorbad. 1885 hatte Cranz 1.300 Einwohner und 1886 5.306 Badegäste. Cranz verfügte über einen Kurpark und ein Warmbadehaus.
Georgenswalde
Georgenswalde wurde 1629 durch eine Schenkung des Kurfürsten gegründet. Ab 1908 wurde eine Villenkolonie errichtet und das Seebad ausgebaut. Georgenswalde besaß bereits 1914 ein Kurhaus und eine Seebadeanstalt.
Neuhäuser
Neuhäuser ist seit 1865 Seebad.