Im Juni 2004 besuchte der Autor Masuren mit dem Pkw von Dresden aus. Da eine Autobahn für diese Strecke nicht zur Verfügung steht, mussten Staatsstraßen und sogar Ortsverbindungsstraßen benutzt werden, was eine Reisezeit von über 13 Stunden ergab. Der Grenzübergang erfolgte über die Autobahn A 4 bei Görlitz. Bis Bunzlau (polnisch Boleslawiec) wurde die Europastraße E 40 beibehalten. Über Staatsstraßen ging es nach Glogau (Glogow), Leszno und südlich von Posen (Poznan) nach Gnesen (Gniezno). Von der Weiterfahrt über das verkehrsmäßig schwierige Bromberg (Bydgoszcz) zur Staatsstraße Nr. 16 bei Graudenz (Grudziadz) wird abgeraten. Die kurvenreiche Staatsstraße Nr. 16 ist die West-Ost-Magistrale durch Masuren und deshalb stark frequentiert. Wie bei der Rückfahrt gewählt, sollte die Weiterfahrt über das sehenswerte Thorn (Torun), Brodnica, Soldau, Neidenburg und Ortelsburg erfolgen.
Sofern die Reise nicht mit Fahrzeugen der Typen Mercedes, BMW und VW / Audi sowie nicht mit Jeeps unternommen wird, gehen die in Deutschland und Westeuropa vorhandenen Ängste vor einem Diebstahl oder Einbruch nicht zwangsläufig in Erfüllung. Attacken auf Pkw werden weniger durch einzelne Straftäter unternommen; vielmehr sind auf Bestellung handelnde Banden das Problem. Angeraten ist das Abstellen auf einem bewachten Parkplatz, da zudem die Gebühren erschwinglich sind.
Längs der Anfahrtstrecke und in Masuren findet man genügend Tankstellen der in Westeuropa heimischen Anbieter, so dass Befürchtungen über mangelnde Qualität der Kraftstoffe unbegründet sind. Auch die bei uns bekannten Lebensmittel-Ketten und Baumärkte haben sich zahlreich etabliert.
In den touristischen Zentren Masurens gibt es meist mehrere Wechselstuben, teilweise in Geschäften zusätzlich untergebracht, die durch das Wort "Kantor" kenntlich sind. Der Umtauschkurs schwankt in einer geringen Bandbreite unter den einzelnen Wechselstuben. Es rentiert sich jedoch kaum, auf eine aufwändige Suche nach der günstigsten Stelle zu gehen.