Masuren-Report

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English Version

Fauna

Vergangenheit

Wie Schriftstücke ausweisen, lebten 1425 unter anderem folgende Wildarten in Masuren: Auerochsen, Bären, Wildschweine, wilde Pferde, Hirsche, Rehe, Biber, Marder und Otter.

Der letzte Auerochse überhaupt verendete 1627 bei Lublin.

Während einer Jagd in der Johannisburger Heide 1698 anlässlich des Treffens von Kurfürst Friedrich III. von Preußen mit König August II. von Polen wurden die letzten Wisente in Masuren erlegt.

Bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts war die Angerapp sehr reich an Aalen. Ihre Anzahl nahm dann ständig ab, weil der Fluss ausgebaggert wurde.

1792 wurde im Nikolaiker Forst eine Jagd auf Wölfe veranstaltet.

Bis zum 2. Weltkrieg wurde der geschützte Kolkrabe in Masuren beobachtet.

Gegenwart

In den Wäldern leben Wildschweine, Hirsche, Rehe, Damhirsche, Füchse, Hasen, Hermeline, Iltisse, Marder, Waschbären, selten Dachse, Luchse (unter Naturschutz), Wölfe und einige Elche, an den Gewässern Fischotter, Biber (unter Naturschutz) und wildlebende amerikanische Nerze.

Storch Es kommen etwa 200 Arten Vögel vor. Fast in jedem masurischen Dorf sind einige Nester des Weißstorchs zu finden. Auf den Seen und im Ufergebüsch leben Möwen und Seeschwalben, Wildenten und Gänse, Haubentaucher und Seetaucher, Rohrweihen, Kormorane, Seggenrohrsänger, Eisvögel und Blesshühner. Immer häufiger trifft man auf den Höckerschwan. Es treten Kraniche, Fischreiher, Rohrdommeln und Greifvögel auf. Als Greifvögel gibt es gelegentlich die Steinadler, am Spirdingsee die unter Naturschutz stehenden Seeadler, weiter Fischadler, Schreiadler, Rote und Schwarze Milane, Wespenbussarde, Habichte, Sumpfohreulen, Uhus, Hühnergeier. Es gibt auch einige Standorte der scheuen Waldstörche (unter Naturschutz). Weiterhin findet man Wiedehöpfe, Spechte, Säger, Grasmücken, Mandelkrähen (= Blauracken, unter Naturschutz) sowie Auerhühner, Birkhühner und Haselhühner.

Die kristallklaren Seen beherbergen Fische, Flusskrebse und Muscheln. Im Roschsee und Muckersee sowie in anderen tiefen Gewässern kommen Maränen vor, im Pogobin-See Schleie und Hechte, im Sextersee Brassen, im Löwentinsee Hechte, Aale, Maränen, Zander und Plötzen, in den Gewässern der Lycker Seenplatte Aale, Hechte, Barsche, Schleie, Brassen und Flusskrebse, im Talter Gewässer Hechte, Barsche, Brassen, Schleie, Ukelei, Maränen, Rotaugen, Aale, Quappen, Zander, Welse und Karpfen. In den Bächen des Kreises Goldap gibt es Forellen. Nach Etablierung der Marktwirtschaft wurden die Gewässer an Interessenten verpachtet, die ihrerseits an einer schnellen Erzielung von Profit interessiert waren. Diese nicht auf Nachhaltigkeit gerichtete Bewirtschaftung hat zu einer Verknappung des Fischangebots geführt.

Lurche sind durch Rotbauchunken, Europäische Laubfrösche und Kreuzkröten vertreten, Reptilien durch Eidechsen, Schlangen (Ringelnattern) und als Seltenheit durch die Europäischen Sumpfschildkröten.

Seit 2004 wirkt im Kreis Soldau die Naturgesellschaft "Storch" beim Naturschutz mit. Schützenswerte Arten sind Turmfalke und Fledermaus.