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English Version

Bildungswesen

In Lyck wurde 1472 eine Kirchenschule gegründet. Sie wurde 1546 zur Lateinschule ausgebaut und damit der Grundstein gelegt, Lyck zum geistigen Mittelpunkt der Region werden zu lassen. Die Lateinschule war in erster Linie für masurisch sprechende Schüler gedacht. Die Bildungsstätte hatte die Aufgabe, befähigte männliche Schüler auf das Studium von Theologie, Medizin und Jura in Königsberg vorzubereiten. Die Lateinschule wurde 1587 Provinzial- (Partikular-)Schule und am 16. 2. 1599 Fürstenschule. Aus dieser ging 1813 das Gymnasium hervor. 1913 wurde es ein Reformgymnasium mit angeschlossener Realschule, 1924 ein Humanistisches Gymnasium mit Realschule und 1931 die Staatliche Ernst-Moritz-Arndt-Oberrealschule. 1937 erfolgte eine Abstufung zur Oberschule.

1573 wurde in Neidenburg eine Lateinschule und 1579 eine Mädchenschule eröffnet.

1613 gab es in Goldap eine Lateinschule, die 1904 durch ein Reform-Realgymnasium ersetzt wurde.

1799 - 1807 und 1902 - 1926 gab es in Lyck ein staatliches Lehrerseminar, 1828 - 1924 in Angerburg und 1830 - 1894 in Rosoggen. Dieses wurde nach Ortelsburg verlegt und war bis 1914 dort ansässig.

1833 - 1906 bestand in Angerburg eine Taubstummenschule.

1877 wurde in Angerburg eine Landwirtschaftsschule etabliert.

Gräfin von Mirbach aus Sorquitten eröffnete 1884 in Alt Gehland eine Korbflechterschule.

Sensburg besaß eine Oberschule, Ortelsburg das Hindenburg-Gymnasium, Goldap ein Lyzeum, Neidenburg ein städtisches Realgymnasium und Johannisburg eine höhere Schule, Angerburg ab 1924 eine Aufbauschule, Kumilsko eine Hauswirtschaftsschule für Mädchen und Johannisburg sowie Goldap eine Landwirtschaftsschule.

1921 wurde in Sensburg eine Landwirtschaftsschule und 1950 eine Volkshochschule eröffnet. In Jablonken und in Rudzisken gab es Masurische Volkshochschulen.

In Marggrabowa ist die Masurische Hochschule (polnisch Wszechnica Mazurska) beheimatet. In Sensburg gibt es ein Hotel-Technikum. Nikolaiken besitzt das Marion-Dönhoff-Lyzeum.

Das Gymnasium Nr. 1 in Lyck wurde im Schuljahr 2003 / 2004 von 732 Schülern besucht, die in 24 Klassen unterrichtet wurden.

Das Gymnasium Nr. 2 in Lyck wurde 1999 gegründet. Damals begannen 371 Schüler den Unterricht, den 33 Lehrer in 14 Klassen erteilten. Im Schuljahr 2000 / 2001 begannen 584 Schüler den Unterricht. Die Anzahl der Lehrer stieg auf 52. 50 Schüler beteiligten sich an einem Wettbewerb mit dem Titel "Die Bedeutung von 2000 Jahren Christentum in der Geschichte und Kultur des polnischen Volkes". Im Schuljahr 2001 / 2002 besuchten 773 Schüler dreier Jahrgänge in 28 Klassen das Gymnasium. 333 Schüler des ältesten Jahrgangs unterzogen sich der Reifeprüfung. Zum ersten Mal entließ das Gymnasium Abiturienten in das weitere Leben. Lehrkräfte und Schüler des Gymnasiums Nr. 2 in Lyck unternahmen im Schuljahr 2004 / 2005 Aktivitäten zur Kriminalitätsbekämpfung. Sie hatten dazu ein Programm ausgearbeitet, das prophylaktische Maßnahmen vorsah, wie die Herausbildung einer gesundheitsbewussten Lebensweise und das Zurückdrängen von Aggressionen. Vom Wissen zu AIDS über persönliche Hygiene, Drogenabhängigkeit (Nikotin, Alkohol, Narkotika), Konsequenzen des Schuleschwänzens bis zur Rolle des Bewährungshelfers spannte sich der Bogen der behandelten Themen. An dieser Schule existiert der Europäische Schulklub JANUS, der sich mit Problemen der EU auseinandersetzt.

Am Standort der Kirchenschule von 1472 in Lyck befindet sich heute der Schulkomplex für Mechanik und Elektrotechnik. Der erste Vorläufer dieses Schulkomplexes war die 1946 gegründete Kommunale Mittlere Berufsschule. Damals bestand das Lehrpersonal aus 5 Personen, das 12 Schüler unterrichtete. Der Unterricht wurde im Gebäude der Schulwerkstatt erteilt, weil das Hauptgebäude zerstört war. Bis 1952 wurde die Schule auf einen leistungsfähigen Stand gebracht, danach gab es zahlreiche organisatorische Umgestaltungen und Namensänderungen. Der Unterricht wurde vielseitiger, weil neben der klassischen Ausbildung zum Schneider, Frisör, Bäcker, Fleischer, Tischler, Konditor usw. neue Berufe ausgebildet wurden: Dreher, Fräser, Schlosser, Mechaniker für Maschinen und Industrieausrüstungen, Elektroinstallateur, Elektromechaniker, Kfz-Mechaniker, Mechaniker für Eisenbahnausrüstungen, Mechaniker für Maschinen und Ausrüstungen der Landwirtschaft, Kälteanlagenmonteur, Schweißer, Sanitärinstallateur, Fernmeldeanlagenbauer usw. Die Ausbildung fand manchmal auf dem Niveau der allgemeinen Berufsschule statt, manchmal auf dem Niveau der berufsbildenden Oberschule oder des Technikums. Absolventen anderer Mittelschulen konnten an dieser Einrichtung Qualifikationen für das Bauwesen und die Wirtschaft erwerben. Die praktische Berufsausbildung wurde in Zusammenarbeit mit Produktionsbetrieben und Handelseinrichtungen durchgeführt. 1979 erhielt der Schulkomplex seinen gegenwärtigen Namen. Im Schuljahr 2003 / 2004 besuchten etwa 900 Schüler die Schule.

In Lyck gibt es eine private Akademie für Ökonomik.

Soldau hat 4 städtische Kindergärten mit angeschlossener Kinderkrippe, 2 Grundschulen, 2 Gymnasien, 2 allgemeinbildende Oberschulen, eine Oberschule mit dem Profil Mechatronik, eine Wirtschaftsoberschule, eine Wirtschafts- und Verwaltungsoberschule, eine Wirtschaftsfachschule und eine Handelsfachschule. Die Universität des Ermlands und Masurens unterhält in Soldau Abteilungen für das Fernstudium von Recht und Verwaltungswesen sowie für das postgraduelle Studium von Informatik und Rechnungswesen. Angeboten werden Weiterbildungsplätze an der Staatlichen Musikschule, an der Berufsfachschule für Gymnasiumsabsolventen, für ein medizinisches Aufbaustudium, für ein Fernstudium an der allgemeinbildenden Oberschule für Erwachsene, am Ausbildungskomplex "Wissen", am Soldauer Zentrum für Lehrerfortbildung und am Soldauer Zentrum für Ausbildung und Weiterbildung. Es gibt Kurse für Englisch und Deutsch, für die berufliche Weiterbildung und Kurse der Allensteiner Handelsschule.